Warum Mundatmung Ihre Gesundheit schädigt

Mundatmung ist schlecht für Ihre Zähne und kann zu ernsten Gesundheitsproblemen führen.

Wir versuchen jeden Patienten über das wichtigste „Lebensmittel“ zu informieren, dass man für gesunde Zähne und einen gesunden Körper benötigt. Wenn wir uns die Zähne anschauen, können wir in der Regel schon sagen, ob jemand genügend von diesem „Lebensmittel“ zu sich nimmt.
Nun, handelt es sich um ein Vitamin??? Oder einen Mineralstoff?

NEIN! Es ist der Sauerstoff!!!

Sauerstoff ist ein elementares „Lebensmittel“ für gesunde Zähne und einen gesunden Körper.Wenn Sie „Lebensmittel“ hören, dann denken Sie wahrscheinlich erstmal nicht an Sauerstoff. Dabei ist Sauerstoff bei Weitem das, was wir am meisten benötigen. Man kann schlichtweg nicht ohne Sauerstoff leben.
Und trotzdem leben viele von uns mit einem Mangel… und das alles nur wegen unserer Art zu atmen!

Um herauszufinden ob wir richtig atmen, müssen wir kontrollieren, ob wir durch die Nase oder den Mund atmen. Die Nasenatmung ist der Weg, uns mit einem Maximum an Sauerstoff zu versorgen.

Lassen Sie uns die Erkennungszeichen anschauen, wie sich  Mundatmung an unseren Zähnen, Gebiss und Mundgesundheit offenbart:

-          Langes, schmales Gesicht

-          Schmaler Mund

-          Hoher Gaumen

-          Schiefe Zähne

-          „Gummy smile“ (beim Lächeln ist viel Zahnfleisch sichtbar)

-          Ein zu kurzes Zungenbändchen

Andere Zeichen für Mundatmung:

-          Verstopfte Nebenhöhlen

-          Vergrösserte Mandeln und Polypen

-          Mundtrockenheit nach dem Aufwachen

-          Schnarchen

-          Schlaf Apnoe

Warum ist Mundatmung so schädlich?

Der Nasen-Rachenraum und die Nasennebenhöhlen sind dazu gemacht, die Luft auf dem Weg zur Lunge vorzubereiten. Sie dienen dazu, die Luft zu filtern, anzufeuchten und anzuwärmen. Zudem sollen sie mit ihrem „Schleim“ Pollen und Bakterien, Viren und Pilze binden und mit dem Luftstrom aus dem Körper wieder hinauszubefördern – also als eine erste Barriere unseres Immunsystems gegen die „bösen Buben“.

Der wichtigste Weg, über den die Nasenatmung den Sauerstofffluss unterstützt, ist über ein Gas, namens Stickstoffmonoxid (NO). Die Schlüsselrolle des Stickstoffmonoxid für den Körper und das Atmungssystem sind gerade erst identifiziert worden. 

Stickstoffmonoxid wird in den Nasennebenhöhlen durch bestimmte Enzyme gebildet. Sie helfen dabei, den Sauerstoff gleichmäßig im Körper zu verteilen indem sie den „Blutfluss“ regulieren.

Wenn es sich Stickstoffmonoxid auf dem Weg zu den Lungen mit der Atemluft vermischt, erhöht es die arterielle Sauerstoffsättigung und reduziert zudem den arteriellen Blutdruck. Ausserdem hat das Stickstoffmonoxid große Bedeutung in den Körperzellen. Es beeinflusst die Blutplättchenfunktion, das Immunsystem und Nervensystem. Weiterhin spielt es eine wichtige Rolle in der Homeostase und der Mitochondrienfunktion. Es wird auch an anderen Stellen im im Körper produziert, doch am meisten tragen die kleinen Mengen bei, die auf dem Weg durch die Nase in die Lunge transportiert werden.

Mundatmung setzt kein Stickstoffmonoxid frei und auch alle weiteren Vorteile der Nasenatmung entfallen. Im Gegenteil, es trifft kalte, ungefilterte (Pollen-)Luft, bakterienhaltige Luft direkt auf unsere „Körperpolizei“ –  den Mandeln, welche im Zuge der „Mehraktivierung“ anschwellen und den Nasenrachenraum weiter einengen. Hiermit beginnt ein Teufelskreis… denn die Nasenatmung fällt zunehmend schwerer. Ein menschlicher Überlebensmechanismus läßt uns nun vermehrt durch den Mund atmen, wenn die Nasenatmung behindert ist, denn der Körper braucht Sauerstoff, koste es was es wolle!!!

Wie kann ich aufhören durch meinen Mund zu atmen?

Die Zunge ist ein überraschend guter Indikator für die richtige Atmung. Eine korrekte Zungenposition ist ausschlaggebend für das richtige Gaumen- und Kieferwachstum und gerade Zähne, sie hält ausserdem die Atemwege offen.

Eine korrekte Zungenposition trägt zur Sauerstoffversorgung und geraden Zähnen auf vielen Wegen bei.

Dieses geschieht durch:

1.      die Verbreiterung des Oberkiefers durch die Nasenatmung

2.      den direkt nach oben drichteten Druck auf den Gaumen direct

3.      Öffnung der Atemwege (aufgrund von Muskelverbindungen zum weichen Gaumen,Wirbelsäule und Schädel)

4.      Aktivierung des neuromuskulären Systems das die Atemwege trainiert auch während des Schlafes offen zu bleiben

Eines der sichersten Anzeichen einer Mundatmung ist eine tiefe Zungenlage. Die Zunge wird in einer niedrigen, unteren Position gehalten, um so den Platz zum Atmen zu erzeugen. Normalerweise sollte die Zunge hoch am Gaumen anliegen und so die Mundhöhle abdichten.

Eine untere Zungenposition kann in weiteren funktionelle Probleme mit sich ziehen, wie z.B. ein falsches Schlucken. Und was ist die Folge davon? Ungleiche Kräfte auf die Zähne die zu Zahnfehlstellungen führen können. Auf lange Sicht kann so ein schlechtes Kieferwachstum und eine unzureichende Gesichtsentwicklung die Folge sein.

Warum ist eine Atmung durch den Mund so schädlich?

Hohe Gaumen, lange, schmale Gesichter, verlagerte Zähne haben häufig als Ursache die Mundatmung. Dies sind Anzeichen dafür, dass die Zunge die Atemwege unzureichend unterstützt. Ungenügende Zahn- und Kieferstellungen erhöhen damit auch dass Risiko des Schnarchens und von Schlafapnoe.

Mundatmung und Atemunterbrechung während des Schlafes ist für keinen vonuns gut. Bei Erwachsenen kann Mundatmung, Schnarchen und Schlafapnoe zu obstruktiver Schlafapnoe (OSAS) führen, die im Verdacht steht zu Herzversagen, Bluthochdruck und Alzheimer beizutragen.

Bei Kindern können Atemunterbrechungen während des Schlafes zu ernsten Auswirkungen auf das Gehirnwachstum führen. Ihr Gehirn benötigt ununterbrochene Perioden von sauerstoffreichend Schlafes zum Erneuerung und zur Regeneration. Ein Sauerstoffmangel führt hierbei zu Schädigungen. Es ist bekannt dass Schlafapnoe bei Kindern zu einem erhöhten  Risiko von Hyperaktivität, ADHS, Müdigkeit und schlechterer Konzentrationsfähigkeit führt.

Die Anzeichen einer Mundatmung kann man schon in den ersten Monaten des Lebens häufig erkennen. Der beste Weg eine gesunde Entwicklung von Gehirn, Kiefer und Zähnen sicherzustellen ist es auf die korrekte Atmung Ihres Kindes zu achten. Es könnte sein, dass nichts anderes notwendig ist, um später feste Zahnspangen und umfangreiche Kieferorthopädie zu vermeiden.

Atmung bei Ihnen und ihrem Kind korrigieren

Zur Erinnerung: Die Korrektur der Atemweise ist einer der größten Einflussfaktoren für die Zahngesundheit von Ihnen und Ihrem Kind. Der einfachste Weg die Entwicklung Ihres Kindes zu kontrollieren ist, zu beobachten, ob Ihr Kind häufig den Mund offen hat.
Wir haben eine gute Nachricht für Sie. Wenn das Problem erstmal identifiziert ist, dann kann man die Atmung bei Ihnen und Ihrem Kind hin zu einer korrekten Nasenatmung korrigieren. Ihre allgemeine Gesundheit und die Gesundheit Ihrer Zähne wird davon extrem profitieren. Es ist ein einfacher Weg, um feste Zahnspangen auf natürliche Weise zu vermeiden.


Sie habe Mundatmung bei sich selber oder Ihrem Kind beobachtet?

Sprechen Sie uns an und vereinbaren einen Beratungstermin!!!