Ablauf einer Versorgung mit einem Implantat und Zahnersatz

Am Anfang einer Versorgung mit einem Implantat steht die Aufstellung eines individuellen Behandlungsplanes. Dieser Behandlungsplan berücksichtigt die ästhetischen und funktionellen Wünsche des Patienten, die anatomischen Gegebenheiten und die implantologischen Möglichkeiten mit Alternativen. Die ausführliche Befundung, ein Analyse der vorliegenden klinischen Situation und der unterschiedlichen Zahnersatzarten, ermöglicht einen gut planbaren Erfolg der Behandlung. Es ist hierbei von großem Vorteil, wenn die Behandlungsplanung und die Durchführung von Implantation und Zahnersatzversorgung in einer Hand liegt. Wenn die Behandlungsplanung feststeht wird diese dem Pateinten in einem Beratungsgespräch ausführlich erklärt.

Implantation

Am Tag der Implantation wird eine kleine Schraube aus Titan oder Zirkonoxid an der Stelle im Kieferknochen plaziert, an dem der Zahn fehlt, bzw. ein Zahn ersetzt werden soll. Während der Kieferknochen verheilt, wächst der Knochen am Implantat fest. Dieser Vorgang wird Osseointegration genannt. Ein Implantat benötigt einen festen Sitz und eine feste Verbindung mit dem Knochen, um später der Kaubelastung standhalten zu können. Dieser Heilungsprozess dauert je nach Knochensituation durchschnittlich 2-6 Monate. Während dieser Zeit kann ein Provisorischer Zahnersatz über der Implantationsstelle getragen werden. Dieser ist in der Regel herausnehmbar.

Freilegung

Oft ist ein zweiter kleiner chirurgischer Eingriff erforderlich, die sogenannte Freilegung. Wenn das Implantat komplikationsfrei eingewachsen ist, muss in der Regel das Zahnfleisch direkt über dem Implantat entfernt werden, um einen Einheilkappe zur Ausformung des Zahnfleischs befestigen zu können. Diese Ausformung dauert gewöhnlich 2-4 Wochen. Es gibt Implantatsysteme die keine zweiten Eingriff benötigen, weil das Implantat während der Einheilzeit nicht vom Zahnfleisch bedeckt ist und so der Zugang zum Implantat schon gewährleistet ist. Die Auswahl des entsprechenden Implantatsystems erfolgt während der sorgfältigen Planungsphase.

 

Zahnersatz

Wenn das Implantat fest mit dem Kieferknochen verbunden ist, wird ein Abdruck des Kiefers genommen und ein Gipsmodell erstellt, damit der Zahntechniker einen Implantataufbau (Abutement) anfertigen kann. Dieser Implantataufbau wird fest mit dem Implantat verschraubt und wird die Zahnkrone tragen. Diese wird im Meisterlabor angefertigt.
In einigen Fällen wird anstatt implantatgetragenen Einzelkronen oder Brücken ein herausnehmbarer Zahnersatz auf Implantaten abgestützt. So kann auch in Situationen mit wenigen oder gar keinen Restzähnen ein hoher Kaukomfort erreicht werden.