Therapiemöglichkeiten

Initiale Therapie einer CMD

Es gibt mehrere Ansätze, die zur Therapie eine CMD empfohlen werden:

1. Korrektur des Bisses durch Einschleifen. Dies bedeutet, dass Zähne eingeschliffen werden sollen, um Störungen beim Zubeissen zu entfernen, die eine unnatürliche Kieferposition verursachen. Diese Einschleifmassnahmen basieren auf unterschiedlichen Philosophien und Ansichten und werden je nach Ansicht des Zahnarztes durchgeführt. Eine allgemein akzeptierte Methode existiert bisher nicht.

Wichtiger Hinweis für betroffene Patienten:

Bitte besondere Vorsicht wenn es ums Einschleifen von Zähnen geht. Es handelt sich um einen irreversiblen Vorgang!! Besonders wenn ganze Kiefer eingeschliffen werden sollen können hierdurch irrreversible Probleme mit der Kieferposition entstehen. Einschleifmaßnahmen sind ein grosser Eingriff in ein komplexes System und müssen als Ergebnis eine gesunde, physiologische Position erzeugen. Ansonsten können hierdurch zahlreiche CMD-Symptome ausgelöst werden.

2. Die Anfertigung eines orthopädischen Aufbissbehelfs (Orthese), um den Unterkiefer dreidimensional zum Oberkiefer zuzuordnen. Die korrekte Zuordnung, der sogenannte optimierte Zubiss in einer gesunden, physiologischen Position muss das Ziel der ersten Behandlungsphase sein.

Wenn die Symptome nach drei- bis sechsmonatigem Tragen sich legen, kann eine Versorgung mit Kronen in dieser Position erwogen werden, um die erreichte orthopädische Position zu erhalten. Eventuell ist eine kieferorthopädische Korrektur notwendig, bzw. eine Kombination aus Kronen und Kieferorthopädie. Falls mehrere Seitenzähne fehlen werden evtl. herausnehmbare Prothesen oder Implantate zum Erhalt der erreichten Kieferposition benötigt.
Dieses ist die konservativste und bewährteste Methode um eine gute Stabilität für Muskeln, Kiefergelenk und Körperhaltung zu erreichen. Sie ist reversibel und entspricht dem aktuellen Behandlungsstandard für CMD-Patienten. In einigen Fällen lassen sich Patienten auch langfristig von einem orthopädischen Aufbissbehelf "entwöhnen", ohne die Notwendigkeit umfangreicher Kronenversorgungen.

3. Vollständigkeitshalber gibt es auch Fälle, die einen chirurgischen Eingriff erforderlich machen. Sie sind extrem selten und sollten nur mit grosser Sorgfalt erwogen werden.

CMD-Selbstauskunft